• Oliver Kurz

Tag der Brunnen und Höschen

Tag 6 von 183


Um 2 Uhr Nachts wache ich auf. Meine Schienbeine pochen und ich spüre eine innere Unruhe. Mit gehen viele Gedanken durch den Kopf.


Es ist noch nicht einmal eine Woche vorbei und ich hatte wahnsinnig tolle Begegnungen. Gerhard, das nette Pärchen am Neckar, Otto, Tamala und jetzt Sonja Family.


Schlafen kann ich nicht. Ich nehme mir mein Buch "Von Glück des Wanderns" von Dr. Albert Kitzler. "Keine Straße wandern: so erlangst du den Sinn", lese ich die Worte von Zhuangzi. Ich lächle und werde ruhiger. Wer Straßen wandert hat schmerzende und pochende Schienbeine. Schmerz lenkt mich vom Sinn ab 🤗.


Ich finde tolle Gedanken in diesem Buch und beschließe einfach eine Mail an den Autor zu schreiben ... Nicht nachher, nicht morgen sondern einfach jetzt. Kurz vor 3 geht es an Albert raus


Danach schlafe ich wieder ein. Es regnet noch weiter als ich aufwache, aber ab 16 Uhr ist wieder Sonne angesagt. Nach einem gemütlichen Frühstück, schaue ich in Maileingang nach. Albert hat sich sehr über meine Mail gefreut - ich ja auch über sein Buch. Ich darf in Zukunft meine Seite mit seinen Impulsen verschönern, er würde am liebsten mitwandern und eingeladen bin ich auch. Ich bin total happy.


Mit Sonja laufen ich durch Wangen, besorge mir ein neues LadeKabel und bewundere die schönen Skulpturen und Brunnen. Ich komme wieder, denn Wangen hat echt Flair. Durch Wangen fließt auch die Arge. Dieser Fluss wird mich die nächsten 3 Tage begleiten.




Nach einem Mittagsschlaf geht es auf eine Wanderung mit Sebastian. Als es um 16 Uhr losgeht kommt die Sonne raus, und verwandelt den grauen Tag in ein dampfendes und schillerndes Erlebnis.


Ich erfahre das es Kuhpatenschaften in Andechs gibt. Man kann wählen zwischen normale Biomilch oder Demeterkuh mit oder ohne Horn. Wenn sie Kalbt dürfen die 4 bis 5 Paten einen Namen aussuchen. Ich frage mich, was so eine Kuhpatenschaft bringt? Schreiben die auch 2x im Jahr einen Brief mit Bild. Wenn es 4 Paten gibt, habe ich dann das Patent auf eine Euterzizze? Kühe sind ja große CO2 Produzenten. Gibt es die bald auch mit Elektroverdauung?

Ich werde aufgeklärt. Sie helfen nicht nur beim entwöhnen vom Fleischkonsum sondern auch noch bei der nicht so oft auftretenden MuhmuhPhobie.

Diese Phobie wirkt wie jede Phobie sehr anziehend auf das mit Angst und Schrecken besetzte Tier. Kühe riechen diese Angst und wollen IMMER sofort helfen. Sie rennen dann in der Gruppe auf das zu heilende Opfer los. Diese als Hilfe gemeinte Reaktion der Kuh ... oder in diesem Fall Kuhherde ... stürzt den Phobiker noch tiefer in die Angst. Ich glaube es ist die schlimmste Phobie ... denn Kühe sind überall - die sogenannten "Rindviecher".


Das Laufen mit Sebastian ist sehr kurzweilig und wir machen aus, dass ich mal bei einer Gletscherwanderung mitkommen. Plan ist 2022.


Der Abend klingt gemütlich bei Bier und lecker Essen aus. Mit Sonja und den 2 Töchter werden beim Tanzen noch die Beine gelockert. Schienbeinschmerzen nehmen ab.


Morgen ist dann mal ein neuer Tag und dieser hier war mal.

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