• Oliver Kurz

"Dann geh ich mal weiter"Tag

Der heutige Tag fängt gleich mit Sonne an. Die Schienbeine sind wieder in Ordnung. Nach einem Frühstück - ich liebe den Espresso aus der tollen Maschine - geht es ins Dergermoos. Das ist ein Sumpfgebiet bei Wangen. Es wird eine schmatzende 2 Std Tour durchs Moos. Danke der Führung ...


Bei der Wanderung werden Urlaubsimpressionen geteilt. Von USA bis Neuseeland und Australien ... Alles war dabei. Als zentrale Randnotitz stellen wir fest, dass der Drang diese Orte zu bereisen da ist ... das aber solche Urlaube sehr stressig und mit langen Fahrten und Flügen verbunden sind. Dabei gibt es hier bei uns und unseren Nachbarn vieles zu sehen und zu bewandern u. bewundern ohne diesen ganzen Stress.

Stress für Mensch und Natur ... und irgendwie können wir Corona nutzen um uns dieser Einfachheit hinzuwenden und wertzuschätzen.


Nach der tollen Wanderung und dem Gedankenaustausch lässt Gitti mich an der Arge in Neuravensburg raus. Es ist 13 Uhr und somit bleiben noch 7 Std zum laufen.


Die Route führt nach Schloss Achberg (8 km).


Zuerst begegnen mir Maxi und Leni im Wald mit ihrer Mama. Es ist spannend wenn 5 jährige den Weg erklären.


Bei der ersten Pause an der Arge in meiner Hängematte stellt sich Ruhe ein. Es ist ein tolles Gefühl einfach die Beine hoch zu legen und kuscheln zu schaukeln.



Die Tour führt über den Argzusammenfluss am Klärwerk immer am Wasser entlang. Es ist eine traumhafte Tour.


Nach 3 Std langsamen wandern komme ich bei Schloß Achberg an.


Ich darf mir von der Wasserquelle auf der Kuhweide meine Trinkflaschen auffüllen. Dabei erklärt mir die 6 jährige Tochter, dass ich mich vor der Kuh in acht nehmen soll. "Die hat einen Stachel am Kopf, und piekst." ... es ist Stoff für meine sich entwickelnde MuhMuhPhobie.


Ich gehe hoch zum Schloss und dort ist ein schöner kleiner Kulturgarten mit Qubes und Hängematten. Mit einer netten Familie komme ich und Moyo wie immer in ein tolles Gespräch. Die Menschen die davon hören erhalten meistens ein nettes und freudiges Gesicht.


Ich möchte mir ein Espresso machen, mit meiner schwer hergeschleppten Esspressokännchen. Ein nettes Pärchen sieht das Buch über das glückliche Wandern und wir können uns Gespräch. Es ist wieder eine Begegnung die wir geplant stattfindet obwohl es spontan ist. Esther und Patrick geben mir neue Impulse. Dehnen ist ganz wichtig und 20kg sind zwar viel aber doch weniger als 70kg. Beine senkrecht am Bauch hochlegen entspannt sofort - ausprobiert - stimmt. AchillesFerse dehnen wird oft vergessen - ausprobiert - stimmt. Taichi Übungen zum ganz Körper Training und Achilles- ausprobiert - gescheitert aber stimmt.


Es war eine ganz feine Begegnung mit vielen Impulsen. Meiner war das Buch über das Wandern, Esther gab mir diesen Film mit. Der Trailer bewegt mich jetzt schon .... danke Esther -

"Grüße aus Fukushima" - https://youtu.be/fkrLnImS4Pw


Nach einem geteilten kleinen SchokoOrangenriegel und dem Espresso trennen sich die Wege wieder, aber eine Verbindung die bleibt wurde zugelassen. Danke dafür.


Als ich gegen 19 Uhr zurück über die Hängebrücke zum Wasserholen gehe, treffe ich wieder auf André. Er ist am Werkeln und basteln aber nimmt sich trotzdem Zeit zum reden. Es wird ein Austausch über viele Themen. Kindererziehung, Politik und Corona ... es ist interessant wie unterschiedlich unsere Meinungen als Menschen sind, und dass wir doch alle die gleichen Grundbedürfnisse haben. Er lädt mich auf eine Portion Spinatnudeln und einem Vitaminsaft ein. Ich esse in der untergehenden Sonne und werde heute wieder nicht zum Kochen kommen.


Sein Tipp zum übernachten ist vor dem Hopfengarten (Tetnanger Hopfen) links zur Arge. Dort am Ufer steht eine große Eiche.

Es wird sich als traumhafter Strand entpuppen.


Ich laufe los um mein Nachtlager aufzuschlagen, aber zuerst muss ich noch an 4 Kindern und 2 Müttern vorbei die im Garten Musik hören und tanzen. ich tanze beim vorbeilaufen mit, und es wird mir eine Leiter und Holz für jene Übernachtung angeboten. Ich schau mir erstmal die Stelle an.


An durch das gemähte Gras über ein kleinen Weg zum Ufer. Ein Sandstrand liegt vor mir. Davor steht die große Eiche und streckt ihre langen, schweren und alten Äste über den Sand bis zum Fluss. Es dir eine traumhaft Stelle. Eine Schaukel, Bänke und Tisch sowie eine Feuerstelle gibt es. Ich baue meine Hängematte auf und gehe nochmal hoch zur Familie. Die Männer sitzen beim Bier, und ich werde mir einen Arm voll Holz ausgestattet. Zusätzlich bekomme ich von Patricia noch 2 Flaschen Hopfengetränk mit. Ich bedanke mich und ziehe mich glücklich zurück. Ich hatte heute mit Tee und Erdnüsse gerechnet ... und jetzt sitze ich am lagerfeuer, höre die Arge und meine Musik und trinke Bier. Luxus pur ...


Ich werde am diesem Abend noch sehr sentimental, denn irgendwie kann ich nicht ganz greifen was mir die letzten 7 Tage passiert ist ... oder besser was mir im Flow des seins begegnet ist.


Bewegen - Begegnen - Verändern ... und alles zusammen ist absolutes Erleben.


Nach einem tollen Gespräch im Arger Funkloch mit meiner Schwester und ihren 2 Töchtern, dem zählen von Ellen Madks Satelittenschnüren am Sternenhimmel ( über 40 Punkte) und dem ausprobieren meiner Stirnlampe lege ich mich in den Schlafsack in meiner Hängematte.


Es wird eine kalte Nacht ... aber mit unglaublich schöner Stimmung.

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